Dieser Artikel erläutert Begriffe, welche im Rahmen der litauischen Fiskalisierung verwendet und etwa im Gesetz VA-40 definiert werden.
Datenübertragungsmodul
Das Datenübertragungsmodul (auch Datentransfermodul) ist eine Komponente der Registrierkasse, welche die sichere Kommunikation zwischen der Registrierkasse und dem Sicherheitsmodul (siehe "Sicherheitsmodul") und mit dem iEKA System (siehe "iEKA") sicherstellt, sowie private und öffentliche Schlüssel und Zertifikate verwaltet.
Die Fiskalisierungs-Middleware von RetailForce stellt das Datenübertragungsmodul für Litauen bereit.
Bericht
Das litauische Fiskalisierungsgesetz (VA-40) beschreibt eine Reihe von Berichten. Registrierkassen müssen in der Lage sein, diese Berichte zu erzeugen.
Bericht (X) - täglicher Zwischenbericht
Auch Report (X) genannt. Es handelt sich dabei um einen Bericht, welcher zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Tages erzeugt werden kann. Dieser fasst die Umsätze und andere fiskalrelevante Daten seit dem letzten Report (Z) (siehe "Bericht (Z)") kumulativ zusammen. Im Unterschied zum Bericht (Z) schließt der Bericht (X) den aktuellen Tag, bzw. die aktuelle Schicht NICHT ab.
Dieser Bericht wird durch den Dokumenttyp ("documentType") "[98] = CashCheck" abgebildet.
Bericht (Z) - täglicher Fiskalbericht
Auch Report (Z) genannt. Es handelt sich dabei um einen Bericht, welcher am Tages- bzw. Schichtende erzeugt wird. Dieser fasst die Umsätze und andere fiskalrelevante Daten des vergangenen Tages (bzw. der abgelaufenen Schicht) kumulativ zusammen. Der Bericht (Z) schließt den aktuellen Tag bzw. die aktuelle Schicht ab ("Tagesende Bericht").
Dieser Bericht wird durch den Dokumenttyp ("documentType") "[99] = EndOfDay" abgebildet.
Detaillierter Fiskalbericht
Ein Bericht, welcher die Fiskal-/Steuerdaten mehrerer Tage bzw. Schichten detailliert darstellt. Der Bericht enthält die Fiskaldaten der Berichte (Z) für den angegebenen Zeitraum.
Zusammenfassender Fiskalbericht
Ein Bericht, ähnlich dem detaillierten Fiskalbericht, allerdings werden im zusammenfassenden Fiskalbericht die Daten der Berichte (Z) des angegebenen Zeitraumes aufsummiert und zusammengefasst.
Elektronisches Kontrollband (EKJ)
EKJ beschreibt eine digitale Abbildung der früher im Registrierkassenbereich üblichen "zweiten Belegrolle". D.h. eine (digitale) Kopie von ausgestellten Dokumenten. Jede Registrierkasse muss über ein EKJ verfügen. Die so abgespeicherten Daten sollen den gedruckten Dokumenten entsprechen.
Fiskalvorgang
Auch "Fiskaldokument", bezeichnet einen wirtschaftlichen Vorgang (Transaktion), der Summenzähler (Umsatzzähler, Steuerzähler) beeinflusst. Im Gegensatz zu einem "Nicht-fiskalen Vorgang". Fiskalvorgänge werden über das Sicherheitsmodul signiert und an iEKA übertragen.
Ein Dokument vom Typ ("documentType") "[0] = Receipt" stellt einen Fiskalvorgang dar.
Eine Übersicht der unterschiedlichen Vorgangstypen finden Sie im Artikel Mapping Litauen.
iEKA
iEKA bezeichnet das Online-System der litauischen Finanzverwaltung. Registrierkassen müssen Daten zu Belegen und anderen Dokumenten an das iEKA-System übermitteln. Die Funktion der Datenübertragung wird durch das Datenübertragungsmodul (RetailForce Fiskal Middleware) erledigt.
Nicht-fiskaler Vorgang
Auch "nicht-fiskales Dokument", bezeichnet einen Vorgang, welcher die Summenzähler (Umsatzzähler, Steuerzähler) nicht beeinflusst. Es handelt sich dabei meist um Verwaltungsdokumente und sonstige Vorgänge. Im Gegensatz zu Fiskalvorgängen, werden die Daten von nicht-fiskale Vorgängen lediglich an iEKA übermittelt, nicht aber über das Sicherheitsmodul signiert.
Eine Übersicht der unterschiedlichen Vorgangstypen finden Sie im Artikel Mapping Litauen.
Service Company
Service Companies sind durch die litauischen staatlichen Steueraufsichtsbehörde zertifizierte Unternehmen, welche Inbetriebnahmen von Registrierkassen durchführen dürfen. Ebenso dürfen bestimmte Reparatur- und Wartungsarbeiten nur von einer Service Company durchgeführt werden.
Service Company Parameter
Für jede Kasse muss die Service Company, unter anderem, bestimmte Parameter definieren, welche das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten der litauischen Fiskalisierung gewährleistet. Manche dieser "Service Company Parameter" sind von der litauischen Finanzverwaltung vorgegeben, einige davon, werden von der Service Company bestimmt.
Sicherheitsmodul
Das Sicherheitsmodul ist eine (Hardware-) Komponente der Registrierkasse, welche die elektronische Signierung von Dokumenten und kryptografische Operationen durchführt, sowie private und öffentliche Schlüssel und Zertifikate in einer sicheren Umgebung verwaltet. Innerhalb des RetailForce Systems werden als "Sicherheitsmodule" (bzw. "Security Module") immer Hardwarekomponenten bezeichnet. Das virtuelle Sicherheitsmodul, welches von der litauischen Finanzverwaltung, zur Verfügung gestellt wird, fällt nicht unter den Begriff Sicherheitsmodul, sondern wird unter dem Begriff "Virtuelle Fiskalisierung" zusammengefasst.
Virtuelle Fiskalisierung
Ein Dienst, welcher von der litauischen Finanzverwaltung zur Verfügung gestellt wird. Dieser Dienst vereint (virtuelles) Sicherheitsmodul und (virtuelles) Datenübertragungsmodul und ist mit dem iEKA-System integriert. Die Virtuelle Fiskalisierung ist für Registrierkassen mit nur wenigen Transaktionen pro Tag geeignet (Kleinunternehmen).
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